Ergebnisrechnung

2015

2014

TEUR

TEUR

Erträge

Erträge aus Kirchensteuern

627.646,1

588.910,1

Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen

120.424,1

116.454,0

Sonstige Erträge

84.521,8

66.263,5

832.592,0

771.627,6

Aufwendungen

Aufwendungen aus Zuweisungen und Zuschüssen

330.661,2

353.582,8

Personalaufwand

315.734,4

292.351,5

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

21.958,4

24.745,1

Sonstige Aufwendungen

136.856,2

130.381,7

805.210,2

801.061,0

Zwischenergebnis

27.381,8

-29.433,4

Finanzergebnis

Erträge aus Beteiligungen

2.952,8

2.949,0

Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

44.672,4

43.187,8

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

107,5

212,3

Abschreibungen auf Finanzanlagen

128,8

156,0

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

23.059,7

22.454,2

24.544,2

23.738,9

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

51.926,0

-5.694,5

Sonstige Steuern

174,1

164,0

Jahresüberschuss

51.751,9

-5.858,4

Ergebnisverwendung

Gewinnvortrag

0,0

0,0

Entnahme aus Rücklagen

Entnahme aus der Ergebnisrücklage

0,0

20.898,4

Einstellung in Rücklagen

Einstellung in die Ausgleichsrücklage

0,0

0,0

Einstellung in die Bauerhaltungsrücklage

35.000,0

5.000,0

Einstellung in die Rücklage für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

15.590,8

10.039,9

Einstellung in die Ergebnisrücklage

1.161,1

0,0

Bilanzgewinn

0,0

0,0

Die Ergebnisrechnung des Erzbistums Köln (Gewinn-und-Verlust-Rechnung) führt die Erträge und Aufwendungen des gesamten Wirtschaftsjahres auf. Aus der Differenz zwischen den Erträgen und den Aufwendungen ergibt sich das Jahresergebnis.

Kirchensteuer

Die größte Ertragsposition bleibt wie in den vergangenen Jahren die Kirchensteuer aus den in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz gelegenen Teilen des Erzbistums. Von diesen Einnahmen sind die Erhebungskosten sowie die Weiterverrechnung von Kirchensteuer an andere Bistümer (Clearingverfahren) abzuziehen. Insbesondere aufgrund der guten konjunkturellen Entwicklung stiegen die Erträge aus Kirchensteuern um 6,6 Prozent auf 627,6 Mio. Euro (Vorjahr: 588,9 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der Erhebungskosten der Finanzämter und von Erlassen verbleiben 596,6 Mio. Euro verfügbar für die Aufgaben des Erzbistums.

 

Zuweisungen und Zuschüsse

Der zweitgrößte Ertragsposten sind die Zuweisungen und Zuschüsse. Diese belaufen sich insgesamt auf 120,4 Mio. Euro (Vorjahr: 116,5 Mio. Euro) und resultieren überwiegend aus Zuschüssen des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen entfallen zu fast 98 Prozent auf die Personal- und Sachkosten der staatlich genehmigten Ersatzschulen, die vom Erzbistum betrieben werden. In den Zuweisungen und Zuschüssen enthalten sind auch Staatsdotationen in Höhe von 3,0 Mio. Euro, unter anderem für die Besoldung von kirchlichen Bediensteten.

 

Sonstige Erträge

Unter die sonstigen Erträge fallen Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von 17,9 Mio. Euro, davon 13,6 Mio. Euro aus der Pensionsrückstellung. Hinzu kommen 4,2 Mio. Euro aus der Auflösung der Rückstellung für das Sanierungsgeld der KZVK. Sonstige Erträge in Höhe von 6,1 Mio. Euro stammen aus der Erstattung des Sanierungsgeldes der KZVK und sind als Forderung eingebucht.

 

Weitere Positionen unter den sonstigen Erträgen sind:

  • Mieteinnahmen (17,0 Mio. Euro; Vorjahr: 17,5 Mio. Euro),
  • Erträge aus der Erstattung von Personalkosten (11,5 Mio. Euro; Vorjahr: 8,9 Mio. Euro)
  • sowie Rückforderungen von Zuwendungen und Zuschüssen (9,6 Mio. Euro; Vorjahr: 9,6 Mio. Euro).
  • Hinzu kommen Erträge in Höhe von rund 10,9 Mio. Euro aus den Bildungseinrichtungen des Erzbistums (unter anderem Beherbergung, Verköstigung, Kursgebühren)
  • sowie Spenden und Erbschaften von rund 3,3 Mio. Euro.

Insgesamt stiegen die sonstigen Erträge, insbesondere aufgrund der Auswirkungen der KZVK-Neubewertungen, um 18,3 Mio. Euro auf 84,5 Mio. Euro.

Zuschüsse

Die mit Abstand größte Position beim Aufwand sind die Zuweisungen und Zuschüsse, die das Erzbistum an Kirchengemeinden, Kindertagesstätten, die Caritas und andere Hilfs- und Seelsorgeeinrichtungen gibt. Sie belaufen sich auf 330,7 Mio. Euro und liegen damit um 6,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dieser war insbesondere durch hohe Zahlungen für den Ausbau der Kindertagesstätten zur Betreuung unter Dreijähriger geprägt, die nun weitgehend abgeschlossen sind.

 

Mitarbeiter

Der zweitgrößte Posten bei den Aufwendungen sind die Personalkosten. Der Anstieg um rund 8 Prozent ist vor allem auf die Anhebung der Pensionsrückstellungen von 66,5 Mio. Euro auf 82,9 Mio. Euro zurückzuführen. Löhne und Gehälter stiegen aufgrund von Tarifanpassungen von 202,3 Mio. Euro auf 208,6 Mio. Euro.

 

Abschreibungen und sonstige Aufwendungen

Das Volumen der Abschreibungen ging um 11,3 Prozent zurück, da anders als im Vorjahr keine Sonderabschreibungen anfielen.

 

Die sonstigen Aufwendungen entfallen auf die Hebegebühren für den Einzug der Kirchensteuer durch die Finanzämter (25,5 Mio. Euro) sowie auf Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von 17,8 Mio. Euro. Weitere Aufwendungen betreffen EDV-Leistungen, Energiekosten, Mieten, Versicherungsbeiträge, Wartungskosten, allgemeine Verwaltungsaufwendungen sowie Porto, Telefonkosten und anderes. Insbesondere aufgrund der Rückstellung für den neuen Fonds für Heimkinder in Höhe von 8 Mio. Euro (siehe „Sonstige Rückstellungen“) stiegen die sonstigen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent auf 136,9 Mio. Euro.

 

Das Volumen der Abschreibungen ging um 11,3 Prozent zurück, da anders als im Vorjahr keine Sonderabschreibungen anfielen.

 

Die sonstigen Aufwendungen entfallen auf die Hebegebühren für den Einzug der Kirchensteuer durch die Finanzämter (25,5 Mio. Euro) sowie auf Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von 17,8 Mio. Euro. Weitere Aufwendungen betreffen EDV-Leistungen, Energiekosten, Mieten, Versicherungsbeiträge, Wartungskosten, allgemeine Verwaltungsaufwendungen sowie Porto, Telefonkosten und anderes. Insbesondere aufgrund der Rückstellung für den neuen Fonds für Heimkinder in Höhe von 8 Mio. Euro (siehe „Sonstige Rückstellungen“) stiegen die sonstigen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent auf 136,9 Mio. Euro.

In das Finanzergebnis fließen die Ergebnisabführungen der Beteiligungen ein. Ertragsrelevant sind dabei lediglich die beiden Wohnungsbaugesellschaften Rheinwohnungsbau GmbH und Aachener Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft mbH, die im Jahr 2015 zusammen rund 2,9 Mio. Euro an das Erzbistum abführten.

 

Aus den Wertpapieren des Anlagevermögens einschließlich der Investmentfonds wurde eine Gesamtverzinsung von 3,2 Prozent auf das angelegte Vermögen erzielt. Davon wurde ein Teilbetrag von 44,7 Mio. Euro als Ertrag vereinnahmt. Das entspricht einer Ausschüttungsrendite von 1,69 Prozent. Die verbleibenden Ertragsanteile wurden thesauriert, um die Risikotragfähigkeit zu stärken.


Die Abschreibungen auf Finanzanlagen beliefen sich 2015 auf 128.000 Euro.

 

Geschmälert wird das Finanzergebnis durch Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen und Darlehen, die sich im Jahr 2015 auf 23,1 Mio. Euro beliefen. Daraus ergibt sich ein Finanzergebnis von 24,5 Mio. Euro (Vorjahr: 23,7 Mio. Euro).

Aus dem operativen Ergebnis und dem Finanzergebnis ergibt sich nach Steuern ein Jahresüberschuss von 51,8 Mio. Euro. Aus dem Überschuss erfolgt eine Anpassung der Bauerhaltungsrücklage entsprechend der Entwicklung des Baupreisindexes um rund 7 Mio. Euro. Darüber hinaus wird die Pensionsrücklage um rund 15,6 Mio. Euro aufgestockt, um trotz des weiter gesunkenen Zinsniveaus die Verpflichtungen des Erzbistums nachhaltig zu decken.

 

Der verbleibende Überschuss steht fast vollständig für sozial-karitative Maßnahmen der schulischen und außerschulischen Bildung, speziell zur Förderung von Menschen an den Rändern der Gesellschaft, zur Verfügung. Dabei steht ausdrücklich die Unterstützung einmaliger, investiver oder zeitlich befristeter Maßnahmen im Vordergrund, die mittelfristig umgesetzt werden sollen.

Finanzbericht 2015 (PDF)

Ansprechpartner

Ökonom des Erzbistums Köln Hermann J. Schon Marzellenstraße 32 50668 Köln T 0221 1642 1307 finanzen@erzbistum-koeln.de