Start Kontakt Sitemap

Inwiefern ist das Verfahren geheim?

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Offizialates sind amtlich verpflichtet zum Stillschweigen.

Wer als Partei oder Zeuge angehört wird, den verpflichtet das kirchliche Gericht zum Stillschweigen über den Inhalt des Verfahrens. Auf diese Weise soll eine gegenseitige Beeinflussung vermieden werden und Diskretion gewahrt werden.

Die ausführlich begründeten Gerichtsentscheide durch Urteil oder Dekret erhalten allein die beiden Parteien (sofern sie sich beide am Verfahren beteiligt haben).

Ist die Ungültigkeit einer beklagten Ehe in zweiter oder höherer Instanz bestätigt, erhalten die Parteien ein "Vollstreckungsdekret", das die Ungültigkeit ihrer Ehe ohne Angabe der Gründe bescheinigt (z.B. für die Anmeldung einer neuen Eheschließung).

Die festgestellte Ungültigkeit einer beklagten Ehe wird in den kirchlichen Personenstandsregistern (Tauf- und Ehebuch katholischer Parteien) ohne Angabe der Gründe vermerkt.