Das Studium

Glaube und Vernunft gehören zusammen

Die Kirche ist seit jeher der Überzeugung, dass Glaube und Vernunft keine Gegensätze sind. Im Gegenteil sind sie eng aufeinander verwiesen. Papst Benedikt XVI. drückte dies einmal so aus: "Der Glaube setzt die Vernunft voraus und vervollkommnet sie, und die vom Glauben erleuchtete Vernunft findet die Kraft, sich zur Erkenntnis Gottes und der geistlichen Wirklichkeiten zu erheben." (Ansprache vom 28.01.2007) Glaube und Vernunft können und dürfen sich deshalb niemals widersprechen. 

Den Glauben mit der Vernunft zu durchdringen und die Vernunft für den Glauben zu öffnen ist deshalb die erste und höchste Aufgabe der Theologie.

 

 

Damit dient die Theologie auch jedem einzelnen Christen. Denn nicht jeder Christ könnte oder müsste dies für sich selber tun - das wäre übrigens auch schlimm. Man könnte Theologie als intellektuelle Stellvertretung bezeichnen, die den Glauben dem Feuer des Zweifels und der Kritik aussetzt.

Und nur wer den Glauben wirklich durchdrungen hat, kann ihn auch mit einfachen Worten erklären, ohne ihn zu verkürzen oder zu verfälschen.

Theologie studieren - Was meint das?

Die Apostolische Konstituion "Sapientia Christiana" definiert den Zweck des Theologiestudiums wie folgt:

„Die Theologische Fakultät hat das Ziel, die katholische Lehre mit größter Sorgfalt aus der göttlichen Offenbarung zu erheben, sie nach der ihr eigenen wissenschaftlichen Methode tiefer zu durchdringen und systematisch darzulegen sowie im Lichte dieser Offenbarung sorgsam nach Lösungen für die menschlichen Probleme zu suchen.“

 

Theologie baut dafür auf ein solides Fundament aus Philosophie, Kirchengeschichte und den Bibelwissenschaften. Auf diesen Grundlagen bauen die anderen Fächer der Theologie auf, die zum Beispiel nach der Art der Vermittlung des Glaubens fragen (Pastoraltheologie, Religionspädagogik), nach der Feier von Liturgie und Sakramenten, oder nach der Bedeutung des Glaubens für die Gesellschaft (Christliche Gesellschaftslehre). Dabei bleibt Theologie nicht in sich abgeschlossen, sondern steht in ständigem Austausch mit unzähligen Hilfs- und Grenzwissenschaften.

Diese vielfältige Interdisziplinarität ist ein Markenzeichen der Theologie und macht sie zu einem der allgemeinbildensten Studiengänge überhaupt.

Studienverlauf

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