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Ausgezeichnet!

Literaturpreise 2016

Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse sind wieder der Deutsche Buchpreis, der Deutsche Jugendliteraturpreis und der Friedenspreis des deutschen Buchhandels verliehen worden.

 

Die Verleihung des Deutschen Buchpreises 2016 fand am 17. Oktober im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt. Die Wahl fiel auf Bodo Kirchhoff und seine Novelle "Widerfahrnis". "Bodo Kirchhoff erzählt vom unerhörten Aufbruch zweier Menschen, die kein Ziel, nur eine Richtung haben – den Süden" , kommentiert die Jury. "Gleichzeitig erzählt er von unserer Gegenwart und davon, wie zwei melancholische Glückssucher den Menschen begegnen, die in der Jetztzeit den umgekehrten Weg von Süden nach Norden antreten. Kirchhoffs "Widerfahrnis" ist ein vielschichtiger Text, der auf meisterhafte Weise existentielle Fragen des Privaten und des Politischen miteinander verwebt und den Leser ins Offene entlässt."

 

Am 21. Oktober wurde im Saal Harmonie des Congress Centers der Messe Frankfurt der Deutsche Jugendliteraturpreis 2016 verliehen. Hier die Preisträger in den einzelnen Sparten:

·  Bilderbuch: „Der Hund, den Nino nicht hatte“ von Edward van de Vendel (Text) / Anton van Hertbruggen (Illustration),

·  Kinderbuch: „Das Mädchen Wadjda“ von Hayfa Al Mansour,

·  Jugendbuch: „Mädchenmeute“ von Kirsten Fuchs,

· Sachbuch: „Im Eisland – Band 1: Die Franklin-Expedition“ von Kristina Gehrmann,

· Preisträger der Jugendjury: „Sommer unter schwarzen Flügeln“ von Peer Martin.

Der Sonderpreis 2016 ging an Klaus Kordon für sein schriftstellerisches Gesamtwerk.

 

Die deutsche Journalistin und Publizistin Carolin Emcke ist die diesjährige Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Die Preisverleihung findet während der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, 23. Oktober 2016, in der Paulskirche statt und wird live im Fernsehen übertragen. Der Friedenspreis wird seit 1950 vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert.

 

Der amerikanische Sänger und Autor Bob Dylan wird mit dem diesjährigen Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Die Schwedische Akademie würdigte damit Dylans "poetische Neuschöpfungen in der großen amerikanischen Gesangstradition".

 

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den mit 50.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis 2016 an den Schriftsteller Marcel Beyer.

 

Paul Beatty hat mit "The Sellout" (Oneworld Publications) den diesjährigen Man-Booker-Preis für englischsprachige Literatur gewonnen. Der Roman ist eine beißende Satire über ethnische Identität und die Klassengesellschaft in den USA. Eine deutsche Ausgabe des Buches liegt bislang nicht vor. Der 54-jährige Beatty lebt und arbeitet in New York. Er ist der erste US-Amerikaner, der den renommierten Preis erhält.

Der diesjährige Man Booker International Prize ging an die 45-jährige südkoreanische Autorin Han Kang hat für ihren Roman "The Vegetarian" ("Die Vegetarierin", Aufbau-Verlag 2016).

 

Die baskische Schriftstellerin Dolores Redondo hat den diesjährigen Planeta-Preis gewonnen, die am höchsten dotierte literarische Auszeichnung der spanischsprachigen Welt. Wie die Jury mitteilte, erhielt die 47-Jährige die mit rund 600.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihren Kriminalroman "Todo esto te daré" (All das werde ich dir geben). In dem Roman geht es um einen Verkehrsunfall, durch den das Doppelleben eines Mannes enthüllt wird. Redondo wurde in Spanien mit ihrer „Baztán-Trilogie“ bekannt, deren erste Bände ("Das Echo dunkler Tage" und "Die vergessenen Kinder") bei Bastei-Lübbe auch auf Deutsch vorliegen.

Der spanische Autor Marcos Chicot bekam den mit 150.000 Euro dotierten zweiten Preis zugesprochen für seinen Roman "El asesinato de Sócrates" (Die Ermordung des Sokrates).

 

Der Prix Goncourt ist zwar nur mit 10 Euro dotiert, aber dennoch der renommierteste Literaturpreis Frankreichs. Ausgezeichnet wurde am 3. November die 35-jährige franko-marokkanische Autorin Leïla Slimani für ihren zweiten Roman "Chanson douce".

 

Der diesjährige Schweizer Buchpreis geht an Christian Kracht für den Roman "Die Toten" (Kiepenheuer & Witsch Verlag). Die Jury würdigt das Buch als eine Hommage an die Ära des Stummfilms. "Filmisch ist auch seine Sprache: mit großem Gespür für Perspektiven, Details und Kontraste. Krachts Kameraauge fokussiert den vordergründigen Kulturbetrieb wie den Hintergrund des aufziehenden Totalitarismus." Die Preisverleihung fand am 13. November im Theater Basel vor rund 400 Gästen statt.

Deutscher Buchpreis 2016

Bodo Kirchhoff ist der Preisträger 2016

Zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers am 17. Oktober 2016 wurde der diesjährige Deutsche Buchpreis verliehen. Preisträger ist Bodo Kirchhoff mit seiner Novelle "Widerfahrnis".

 

"Bodo Kirchhoff erzählt vom unerhörten Aufbruch zweier Menschen, die kein Ziel, nur eine Richtung haben – den Süden" , kommentiert die Jury. "Gleichzeitig erzählt er von unserer Gegenwart und davon, wie zwei melancholische Glückssucher den Menschen begegnen, die in der Jetztzeit den umgekehrten Weg von Süden nach Norden antreten. Kirchhoffs „Widerfahrnis“ ist ein vielschichtiger Text, der auf meisterhafte Weise existentielle Fragen des Privaten und des Politischen miteinander verwebt und den Leser ins Offene entlässt."

 

Der Deutsche Buchpreis wird seit 2005 vergeben. Im vergangenen Jahr gewann Frank Witzel den Preis für seinen Roman "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969".

 

der Preisträgertitel und die Titel der Shortlist und der Longlist

 

die medienprofile-Rezensionen aller Titel

Literatur-Nobelpreis 2016

Bob Dylan erhält Nobelpreis für Literatur

Der amerikanische Sänger und Autor Bob Dylan wird mit dem diesjährigen Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Die Schwedische Akademie würdigte damit Dylans "poetische Neuschöpfungen in der großen amerikanischen Gesangstradition".

 

mehr Informationen

Das Spiel des Jahres 2016 heißt ...

Codenames (Verlag: Czech Games Edition)

Spiel des Jahres

Begründung der Jury:

 

"Einer ersten Partie Codenames folgt oft die zweite. Dann die dritte, die vierte. Das Spiel mit Assoziationen übt einen Sog aus, dem sich kaum jemand entziehen kann. Möglichst viele Wörter mit einem Begriff zu umschreiben, ohne auf Wörter der Konkurrenz hinzuweisen – diese wiederkehrende Aufgabe ist wie ein Rätsel, das man unbedingt lösen möchte. Gute Varianten für zwei oder drei Spieler runden dieses Teamspiel ab. Wer gerne mit Sprache jongliert, wird Codenames lieben."


Kennerspiel des Jahres: "Isle of Skye"

 

Kinderspiel des Jahres: "Stone Age Junior"

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2016

Carolin Emcke

Die deutsche Journalistin und Publizistin Carolin Emcke ist die diesjährige Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Die Preisverleihung findet während der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, 23. Oktober 2016, in der Paulskirche statt und wird live im Fernsehen übertragen. Der Friedenspreis wird seit 1950 vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert.

 

zur ausführlichen Jury-Begründung

 

zur Titelliste der Werke von Carolin Emcke

Kinderspiel des Jahres 2016

Stone Age Junior

Kinderspiel des Jahres 2016

Zum „Kinderspiel des Jahres“ wurde am 20. Juni 2016 in Hamburg das Spiel Stone Age Junior“ (Verlag Hans im Glück) gekürt.

Begründung der Jury: "Sammeln, planen und bauen. Rohstoffmanagement, der clevere Einsatz von Figuren auf Aktionsfeldern und Aufbaustrategie – das sind normalerweise so gar keine Themen für Kinderspiele. Doch Autor Marco Teubner überträgt hier vorbildlich den Reiz des gleichnamigen Familienspiels in ein altersgerechtes Steinzeitabenteuer für jüngste Spieler. Dabei stellt er durch Memo-Elemente geschickt Chancengleichheit zwischen den Generationen her. So spielt das moderne Steinzeitkind gerne."

 

→ alle Nominierungungen und Empfehlungen

Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2016

"Der Traum von Olympia" von Reinhard Kleist

Die Jury unter dem Vorsitz von Weihbischof Robert Brahm (Trier) hat am 16. März aus den 15 empfohlenen Titeln das Preisbuch des Jahres 2016 gewählt:  Die Graphic Novel "Der Traum von Olympia" erzählt die "wahre Geschichte der somalischen Leichtathletin Samia Yusuf Omar ... Autor und Illustrator Reinhard Kleist hat in gestalterisch ganz außergewöhnlicher Weise das Schicksal der jungen Samia in Worte und Bilder gefasst ... Das Schicksal von Samia steht stellvertretend für viele Menschen, und ihre Heimat ist nur ein Krisengebiet von zahllosen Regionen der Welt, in denen Menschen bedroht von Kriegen, Gewalt und Hunger leben." (Robert Brahm)

 

Die Verleihung durch den Vorsitzenden der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), ist für den 11. Mai 2016 in Bamberg vorgesehen.

  • Begründung der Jury
  • medienprofile-Rezensionen aller empfohlenen Titel

Preis der Leipziger Buchmesse 2016

Guntram Vesper, Jürgen Goldstein und Brigitte Döbert ausgezeichnet

Der mit insgesamt 45.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse ist am 17. März 2016 in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung an Guntram Vesper, Jürgen Goldstein und Brigitte Döbert verliehen worden.

Nähere Informationen über die Preisträger und ihre ausgezeichnten Werke "Frohburg", "Georg Forster. Zwischen Freiheit und Naturgewalt" und "Die Tutoren" finden Sie unter www.preis-der-leipziger-buchmesse.de/de/Preistraeger.

Ausgezeichnet!

Literaturpreise 2015

Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse sind wieder der Deutsche Buchpreis, der Deutsche Jugendliteraturpreis und der Friedenspreis des deutschen Buchhandels verliehen worden.

 

Die Verleihung des Deutschen Buchpreises 2015 fand am 12. Oktober im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt. Die Wahl fiel auf Frank Witzel und seinen 800-seitigen Roman Roman "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969".

"Frank Witzels Roman ist so anmaßend und ausschweifend wie sein Titel", kommentiert die Jury. "800 Seiten über einen 13jährigen psychisch labilen Erzähler, der im Wiesbadener Vorort Biebrich seine Jugendgang mit der sich formierenden RAF identifiziert." Dabei liefert der sprachmächtige Roman "auch eine Mentalitätsgeschichte der prosperierenden BRD unter besonderer Berücksichtigung der Gegenpopkultur".

 

Am 16. Oktober wurde im Saal Harmonie des Congress Centers der Messe Frankfurt der Deutsche Jugendliteraturpreis 2015 verliehen. Hier die Preisträger in den einzelnen Sparten:

Der deutsch-iranische Schriftsteller Navid Kermani (47) erhielt den diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Die Verleihung fand zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse am 18. Oktober 2015 in der Paulskirche statt.

 

Die weißrussische Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch erhält den diesjährigen Nobelpreis für Literatur. Das gab die Schwedische Akademie am 8. Oktober bekannt. Die Schwedische Akademie lobt ihr "polyphones Schreiben, ein Mahnmal für Leiden und Mut in unserer Zeit." Vor zwei Jahren erhielt die 67-jährige Autorin den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Der Literaturnobelpreis wird am 10. Dezember in Stockholm überreicht – dem Todestag von Alfred Nobel.

 

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verlieh am 31. Oktober in Darmstadt den mit 50.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis 2015 an den Schriftsteller Rainald Goetz.

 

Der gebürtige Jamaikaner Marlon James hat für "A Brief History of Seven Killings" (Oneworld Publications) den diesjährigen Man-Booker-Preis für englischsprachige Literatur erhalten. Der Roman kreist um den Mordanschlag auf den Reggae-Star Bob Marley im Jahr 1976. Eine deutsche Ausgabe des Buches liegt bislang nicht vor.

Der Ungar László Krasznahorkai erhielt den Man Booker International Prize 2015 für sein Lebenswerk.

 

Die spanische Schriftstellerin Alicia Giménez Bartlett hat den diesjährigen Planeta-Preis gewonnen, die am höchsten dotierte literarische Auszeichnung der spanischsprachigen Welt.

Wie die Jury mitteilte, erhielt die 64-Jährige den mit rund 600.000 Euro dotierten Preis für ihren Roman „Hombres desnudos” (Nackte Männer). Ihr Buch sei ein Sozialroman, der die Krise in Spanien als Hauptthema habe, erklärte Giménez Bartlett. Das jüngste Werk der studierten Philologin spielt in der Welt der männlichen Prostitution und handelt von der gefährlichen Beziehung zwischen einem arbeitslosen Literaturprofessor und einer Unternehmerin, die gerade von ihrem Mann verlassen wurde.

Giménez Bartlett wurde vor allem durch ihre zehn zum Teil auch auf Deutsch erschienenen Kriminalromane um Inspectora Petra Delicado wie „Ritos de muerte” (Gefährliche Riten) oder „Mensajeros de la oscuridad” (Boten der Finsternis) bekannt.

 

Der Prix Goncourt, der renommierteste Literaturpreis Frankreichs, geht in diesem Jahr an den 43-jährigen Mathias Enard für seinen Roman „Boussole“ (Kompass). Darin befasst sich Enard mit dem Bild des Orients in der westlichen Welt.

 

Der diesjährige Schweizer Buchpreis geht an Monique Schwitter für den Roman "Eins im Andern" (Literaturverlag Droschl). Die Jury würdigte das Buch als "facettenreiche Darstellung einer Liebesbiografie - kräftig, humorvoll und nachdenklich". Die Preisverleihung fand am 8. November im Theater Basel vor rund 400 Gästen statt.

Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2015

"Annas Himmel" von Stian Hole

Die Jury unter dem Vorsitz von Weihbischof Robert Brahm (Trier) hat am 18. März aus den 15 empfohlenen Titeln das Preisbuch gewählt.

 

In "Annas Himmel" gewährt Stian Hole uns "einen Einblick in seine Gedanken und Gefühle zum himmlischen Jenseits. In der ihm eigenen Art des Illustrierens bietet er uns ein Meer von Farben, Bildern, Formen und Figuren an." (Robert Brahm)

 

Die Verleihung durch den Vorsitzenden der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), ist für den 19. Mai 2015 in Osnabrück vorgesehen.

Ausgezeichnet!

Literaturpreise 2014

Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse sind der Deutsche Buchpreis und der Deutsche Jugendliteraturpreis verliehen worden.

 

Die Verleihung des Deutschen Buchpreises 2014 fand am 6. Oktober im Kaisersaal des Frankfurter Römer statt. Die Wahl fiel auf den aus Gera stammenden Lyriker Lutz Seiler und sein Romandebut „Kruso“.

Begründung der Jury: „Lutz Seiler beschreibt in einer lyrischen, sinnlichen, ins Magische spielenden Sprache den Sommer des Jahres 1989 auf der Insel Hiddensee – einem ‚Vorhof des Verschwindens‘. Hier sammelten sich Sonderlinge, Querdenker, Freiheitssucher, Menschen, die aus der DDR fliehen wollten. Man darf die packende Robinsonade um den titelgebenden Kruso und den jungen Abwäscher Edgar als wortgewaltige Geschichte eines persönlichen und historischen Schiffbruchs lesen – und als Entwicklungsroman eines Dichters. Der Text entwickelt eine ganz eigene Dringlichkeit und ist nicht zuletzt ein Requiem für die Ostseeflüchtlinge, die bei ihrer Flucht ums Leben kamen. Lutz Seilers erster Roman überzeugt durch seine vollkommen eigenständige poetische Sprache, seine sinnliche Intensität und Welthaltigkeit.“

 

Am 10. Oktober hat Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig die Sieger des Deutschen Jugendliteraturpreises 2014 auf der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben und die Preise persönlich verliehen. Hier die Preisträger in den einzelnen Sparten:

Der amerikanische Informatiker, Musiker und Schriftsteller Jaron Lanier erhielt den diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Die Verleihung fand während der Frankfurter Buchmesse am 12. Oktober in der Frankfurter Paulskirche statt. Mit seinen beiden Büchern „Gadget. Warum die Zukunft uns noch braucht“ (2010) und „Wem gehört die Zukunft?“ (2013, dt. 2014) sowie zahlreichen Artikeln über negative Entwicklungen in der Digitalen Welt ist er in den letzten Jahren zu einem ihrer wichtigsten Kritiker geworden.

 

Der Franzose Patrick Modiano wird mit dem diesjährigen Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Das gab die Schwedische Akademie am 11. Oktober bekannt. Die Jury würdigte Modiano (*1945) "für die Kunst des Erinnerns, mit der er die unbegreiflichsten menschlichen Schicksale wachgerufen und die Lebenswelt während der (deutschen) Besatzung sichtbar gemacht hat."

Überreicht wird der Literaturnobelpreis traditionsgemäß am Todestag von Alfred Nobel, dem 10. Dezember in Stockholm.

 

Den diesjährigen Man-Booker-Preis für englischsprachige Literatur hat der Australier Richard Flanagan erhalten. Er bekam die renommierte Auszeichnung für seinen Roman "The Narrow Road to the Deep North", in dem er die Erlebnisse seines Vaters im Zweiten Weltkrieg verarbeitet hat, der als Kriegsgefangener der Japaner am Bau der Thailand-Burma-Eisenbahn mitwirkte.

 

Der Planeta-Preis, nach dem Nobelpreis der höchstdotierte Literaturpreis der Welt, ging in diesem Jahr an den mexikanischen Journalisten Jorge Zepeda Patterson. Der 61-Jährige erhielt die mit rund 600.000 Euro dotierte Auszeichnung für seinen Roman "Milena o el fémur más bello del mundo" (Milena oder der schönste Oberschenkelknochen der Welt). In dem Politthriller geht es um einen einflussreichen Kreis ehemaliger Schulfreunde, die das Leben einer Prostituierten retten, die in die Gewalt von Menschenhändlern geraten ist.

 

Der Schweizer Buchpreis 2014 geht an Lukas Bärfuss für den Roman "Koala". Der Preis ist mit 30.000 Franken dotiert. Die Jury würdigte das Buch von Lukas Bärfuss als "einen autonomen Roman eines gestaltungskräftigen Autors". Bärfuss verbinde in diesem Buch "auf kühne Weise große Themen wie Suizid, Kolonialismus und Leistungsideologie".

Karl-Preusker-Medaille 2015

Bibliothekswissenschaftler Konrad Umlauf geehrt

Karl-Preusker-Medaille

Der Dachverband der Bibliotheksverbände, Bibliothek & Information Deutschland (BID) e.V., verleiht die Karl-Preusker-Medaille 2015 an den renommierten Bibliothekswissenschaftler und -praktiker Professor Dr. Konrad Umlauf.

 

Die Bundesvereinigung würdigt damit Umlaufs herausragende Kompetenz in Theorie und Praxis des Bibliotheks- und Informationswesens. Die Auszeichnung wird am 30. Oktober im Grimm-Zentrum der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin verliehen.

 

zur vollständigen Pressemitteilung

 

Ausgezeichnet!

Literaturpreise 2013

Die Verleihung des Deutschen Buchpreises 2013 fand am 7. Oktober im Kaisersaal des Frankfurter Römer statt. Die Wahl fiel auf die aus Ungarn stammende Autorin Terézia Mora und ihren knapp 700-seitigen Roman „Das Ungeheuer", in dem sie die tragische Geschichte eines Ehepaares erzählt. Hinter dem „Ungeheuer" verbirgt sich die Depression, an der die Frau leidet und die eine schwere Belastung für die Beziehung darstellt. Die Jury bezeichnete den "tief bewegenden und zeitdiagnostischen Roman" als „stilistisch virtuoses Werk" und „lebendige Road-Novel aus dem heutigen Osteuropa".

 

Am 11. Oktober  wurde im Saal Harmonie des Congress Centers der Messe Frankfurt der Deutsche Jugendliteraturpreis 2013 verliehen. Hier die Preisträger in den einzelnen Sparten:

 

 

Die weißrussische Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch erhielt den diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Die Verleihung fand während der Frankfurter Buchmesse am 13. Oktober in der Frankfurter Paulskirche statt.

Nobelpreis für Literatur, Booker-Preis und mehr

Die Kanadierin Alice Munro erhält den diesjährigen Nobelpreis für Literatur. Das gab die Schwedische Akademie am 10. Oktober bekannt. Die Jury würdigte Munro (82) als "Meisterin der zeitgenössischen Kurzgeschichte". 1968 veröffentlichte Munro ihren ersten Erzählband "Tanz der seligen Geister", der gleich preisgekrönt wurde. Ihre Geschichten spielen meist im ländlichen Ontario, wo die Schriftstellerin unter schwierigen Bedingungen aufwuchs.

Der Literaturnobelpreis wird am 10. Dezember in Stockholm überreicht – dem Todestag von Alfred Nobel.

 

Als bisher jüngste Preisträgerin hat die erst 28 Jahre alte Autorin Eleanor Catton aus Neuseeland den diesjährigen Man-Booker-Preis für englischsprachige Literatur erhalten. Sie bekam die renommierte Auszeichnung für ihren 832 Seiten starken Roman „The Luminaries“, der im Neuseeland des 19. Jahrhunderts zu Zeiten des Goldrausches spielt.

Catton wurde 1985 in Kanada geboren und wuchs in Neuseeland auf. „The Luminaries“ ist ihr zweites Werk nach ihrem Debütroman „The Rehearsal“ (dt.: „Die Anatomie des Erwachens“), der 2008 erschien.

 

Einer der höchstdotierten Literaturpreise der Welt, der Planeta-Preis, ging in Barcelona an die spanische Erfolgsautorin Clara Sánchez. Ihr erstes Buch erschien 1989. Ins Deutsche übersetzt wurden bisher „Der Sommer mit Elena“ (1999), „Letzte Notizen aus dem Paradies“ (2000) und „Was dein Name verbirgt“ (2009).

Die 58-jährige Sánchez erhielt die mit rund 600 000 Euro dotierte Auszeichnung für ihren Roman „El cielo ha vuelto“ (Der Himmel ist zurückgekehrt). Das Werk handelt von einer jungen Frau, die als Model erfolgreich ist und aufgrund einer mysteriösen Morddrohung ihr Leben völlig neu überdenkt.

 

Der Prix Goncourt, der renommierteste Literaturpreis Frankreichs, geht in diesem Jahr an den 62-jährigen Pierre Lemaître für seinen Roman „Au revoir là-haut“ (Auf Wiedersehen im Himmel) über die verlorene Generation der Soldaten im Ersten Weltkrieg. Darin erzählt er die Geschichte zweier Veteranen, die nach den Schrecken des Krieges versuchen, sich wieder in das Alltagsleben der französischen Gesellschaft einzufinden. Der Titel übernimmt die letzten Worte aus dem Brief eines erschossenen Deserteurs an seine Frau.